24. Mai 2008 - 17. I R O N M A N  L A N Z A R O T E  2008

Hart --> Härter ----> IM Lanzarote --------> Mein 2. Finish auf Lanzarote :-)

Am Samstag, 24. Mai 2008 war es mal wieder soweit : Mein insgesamt 4. Start beim harten IM Triathlon auf der schönen Kanareninsel Lanzarote stand mir bevor und es sollte mein 2. Finish dort nach 2006 werden! Nachdem ich in den Jahren 2003 und 2005 jeweils ein DNF ( did not finish = Ausstieg ) wegen Materialdefekt beim Radfahren sowie körperlicher Probleme hatte, konnte ich 2008 zum zweiten Mal hintereinander auf Lanzarote den Ironman finishen! Der IM Lanzarote ist nach Malaysia ( extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit ) der härteste Langdistanz Triathlon der Welt! Zum ersten Mal in seiner 17 jährigen Geschichte war der IM auf der kleinen Kanareninsel ausgebucht und das auch schon im Januar 2008. Insgesamt 1201 Triathleten / innen aus 42 Nationen - davon über 200 aus Deutschland - waren morgens um 7:00 Uhr am Start. 1117 von ihnen konnten nach einem zum Teil langen und harten Tag den Wettkampf im Ziel in Puerto del Carmen erfolgreich beenden.

3,8 Km Schwimmen im Atlantischen Ozean - 180 Km Radfahren ( 1 Runde über die Insel mit 2551 Höhenmeter ) und zum Abschluss ein Marathon von 42,195 Km mussten alle Teilnehmer / innen heute bewältigen. Auf der Radstrecke blies der Wind am Renntag aus Nordwest mit Windstärke 4 - 5 und Böen bis 60 Km / h, was für die Trias bedeutete, fast immer Gegenwind bis zum Mirador del Rio im Norden bei Km 120 und gleichzeitig der höchste Punkt der Strecke. Bis auf ganz kurze Streckenabschnitte ist die Radstrecke inzwischen gegenüber den Vorjahren neu asphaltiert worden. 2008 gehörte zum ersten Mal auch der früher gefürchtete Abschnitt hinunter von Soo nach Famara dazu. Die Laufstrecke war wie gewohnt mit viel Sonne, wellig, ohne Schatten und mit 2 Wendepunkten in Puerto del Carmen auf der Strandstrasse sowie einer Nebenstrasse. Etliche Zuschauer säumten dort bis in den ganz späten Abend den Laufkurs und feuerten alle Triathleten - vom Profi bis zum Hobbyathleten - gleichermassen lautstark an.

Meine Zeiten und Platzierungen :

  • GESAMTZEIT 15:15:27 Stunden
  • Schwimmen 1:50:03 Stunden
  • Wechselzeit 1 = 9:02 Minuten
  • Radfahren 8:20:01 Stunden
  • Wechselzeit 2 = 10:06 Minuten
  • Laufen 4:46:16 Stunden
  • 55. Platz AK M 50
  • 986. Platz Gesamtwertung

Persönliches Fazit :

Schwimmen war sehr schlecht und auch von meiner Radzeit bin ich besonders enttäuscht! Speziell auf dem Rad hatte ich - auch auf Grund meines Trainings - eine wesentlich bessere Zeit erwartet und zwar mindestens 1 Stunde schneller. Schon auf den ersten 60 Km konnte ich keinen richtigen Druck auf die Pedalen bringen und hatte schon einige Bedenken für den wirklichen harten Teil des Radkurses zwischen Km 70 und 120! Zum Glück lief es dort ein wenig besser, aber trotzdem nicht wie geplant. Ich werde daher in den nächsten Tagen und Wochen versuchen eine genaue Analyse durchzuführen, um festzustellen, warum es beim Bike so schlecht gelaufen ist. Ein Grund könnte sein, dass ich beim Training die für Lanzarote unbedingt erforderliche Kraftausdauer am Berg etwas vernachlässigt habe. Mit 4000 Km Radkilometer hatte ich gegenüber dem Jahr 2006 über 1000 Kilometer mehr im Training gefahren. Mit meiner Laufzeit bin ich zufrieden, weil es meine zweitschnellste Zeit beim IM Marathon bis jetzt war und ich ja auch erst nach fast 10:30 Stunden auf den Laufkurs gegangen bin.

 

 

IRONMAN LANZAROTE CANARIAS / SPAIN 2006 - 20. Mai 2006

Finish beim wohl härtesten Ironman der Welt ! Erfolgreich beim 10. Start über die Ironman / Langdistanz!

Die 15. Auflage des Ironman Canarias auf Lanzarote / Spanien mit Start und Ziel in Puerto del Carmen hatte ich mir für meinen inzwischen 10. Ironmanstart ausgesucht. Das Startfeld von 967 Triathlet/innen wurde dieses Jahr in 2 Startgruppen um 7:00 und 7:03 Uhr - um das Gedrängel bei der ersten Boje nach 160 Metern zu entschärfen - auf die 3,8 Km lange Schwimmstrecke geschickt. Es mussten 2 Runden mit einem kurzen Landgang von 20 Metern absolviert werden. Nach 1:43:09 Stunden verliess ich den Atlantischen Ozean und machte mich dann auf den Weg die härteste Radstrecke beim IM Triathlon zu bewältigen.

Stürmischer Wind mit Böen von Windstärke 5 - 6 - Windgeschwindigkeiten von bis 60 Km/h - verschärfte die an sich schon harte Radstrecke von 180 Km zusätzlich, wobei der Wind im Vergleich zum Vortag sogar leicht nachgelassen hatte! Über 2500 Höhenmeter sind dabei von allen Athleten zu fahren, mit zum Teil rauhem Strassenbelag, der einen ständig durchschüttelt und auch grosse Anforderungen an das Material stellt. Im Vorfeld wurde die schnelle Abfahrt vom Mirador del Rio im Norden der Insel jedoch entschärft. Anstatt rauhen und grobkörnigen Asphalt ein vollkommen neuer und glatter Belag! Bei sonnigem Wetter mit Temperaturen von 26 ° erreichte ich nach 7:52:22 Stunden auf dem Bike die Wechselzone und war mir schon da sicher, den IM Lanzarote 2006 zu erfolgreich finishen.

Beim Marathon über 42,2 Km standen mir nun 4 Runden auf einer zum Teil welligen Strecke ohne Schatten entlang der Strandpromenade bevor. Die ersten 21 Kilometer konnte ich ohne grössere Probleme laufen. Aber spätestens ab Km 30 musste ich dann - wie viel andere - den extremen Bedingungen Tribut zollen und einige längere Gehpausen einlegen. Für den Laufkurs benötigte ich 5:16:01 Stunden.

Den Zieleinlauf - vor auch noch zu diesem Zeitpunkt vollen Zuschauertribünen habe ich wie bei keinem anderen Ironman - Ausnahme natürlich mein 1. in ROTH 2001 - zuvor genossen! In der Gesamtzeit von 15:08:57 Stunden habe ich den härtesten IM Triathlon der Welt gefinished und den 751. Platz der Gesamtwertung belegt und wurde 29. in meiner Altersklasse M 50.

NOW I AM A REAL I R O N M A N  :-)  Ich kann der 8 fachen IM Hawaii Siegerin Paula Newby-Fraser nur beipflichten, die nach ihrem Finish beim IM Lanzarote 1997 gesagt hat :

Your Ironman Charisma is not complete without doing this race !!!

 

 

IRONMAN KÄRNTEN - KLAGENFURT / AUSTRIA - 04. Juli 2004

Der 7. IRONMAN - Start meiner Triathlon-Karriere!

Die Schwimmstrecke führt durch das klare Wasser des Wörthersees. Nach dem Start morgens um 7.00 Uhr zwischen allen drei 120 m langen Badestegen des Klagenfurter Strandbades mussten 1892 Triathlet/innen aus 42 Nationen zunächst 800 m geradeaus in den See schwimmen. Nach zwei Wendebojen kommt man zurück zum Strandbad und muss nach einem kurzen Landgang vorbei am Jachthafen die letzten 800 m im Lendkanal zurücklegen. Links und rechts vom Lendkanal sorgen die Zuschauer für einen stimmungsgewaltigen Auftakt des IRONMANS und tragen die Triathlet/innen förmlich zum Schwimmausstieg an der Wechselzone. Für die 3,8 KM lange Schwimmstrecke benötigte ich 1:38:44 Stunden und wechselte nach weiteren 4:48 Minuten auf mein BIKE.

Nun folgt die Radstrecke des KÄRNTEN IRONMAN AUSTRIA Triathlon, die aus 3 Radrunden zu jeweils 60 KM besteht. Es ist eine landschaftlich schöne Radstrecke, die zunächst überwiegend flach ca. 20 KM um den Wörthersee führt. Dann geht es wellig und bergig weiter, mit dem Anstieg auf den Rupertiberg, wobei hier die max. Steigung 10 % beträgt. Die letzten ca. 22 KM führen überwiegend bergab und flach zum Wendepunkt am Europapark, wo es auf die 2. und 3. Radrunde geht. Erst nach Abschluss der 180 KM wird durch den Europapark in die Wechselzone eingefahren. Speziell in St. Egyden - an einer kurzen Steigung - sorgen zahlreiche Zuschauer an der Radstrecke für tolle Stimmung. Am Rupertiberg begrüsst ein DJ jeden Triathlet/in und erleichert hier den Anstieg.

Für mich lief es auf den ersten 2 Radrunden sehr gut und ich war unterwegs zu einer neuen persönlichen Radbestzeit von ca. 6 Stunden. Doch nach insgesamt 125 KM - am Anfang der 3. Radrunde - plötzlich ein starker Krampf im rechten Oberschenkel oberhalb des Knies. Ich musste sofort stoppen und habe minutenlang gedehnt, sowie Magnesium und Kohlenhydrate zu mir genommen und viel getrunken. Kurz habe ich über einen Ausstieg nachgedacht und dann aber beschlossen weiter zufahren. Doch es war mir nicht mehr möglich vollen Druck auf die Pedale zubringen und ich bin auf der 3. Radrunde über 30 Minuten länger unterwegs gewesen als in Runde 1 und 2! Nach 180 KM betrug meine Radzeit 6:44:55 Stunden und nach 4:37 Minuten Wechselzeit ging ich auf den abschliessenden Marathon über 42,195 KM.

Zum Abschluss des KÄRNTEN IRONMAN AUSTRIA folgt nun der Marathon. Die Laufstrecke ist komplett flach und ist in 2 Runden zu jeweils 21,1 KM zu absolvieren. Aus der Wechselzone heraus geht es zuerst nach Krumpendorf, durch das Parkbad und zum Wendepunkt 1. Weiter läuft man dann zurück in die Ironman City und von dort den Lendkanal entlang bis ins Herz der Klagenfurter Altstadt. Der Wendepunkt 2 in der Innenstadt ist der LINDWURM, das Wahrzeichen Klagenfurts. Während des Marathons kommt man fünf Mal an der Ironman City vorbei, wo zahlreiche Zuschauer die Triathlet/innen durch Applaus und Anfeuerungen vorantreiben.

Für den Marathon benötigte ich 6:05:34 Stunden und musste hier zum einen den Oberschenkel-Problemen der 3. Radrunde sowie den fehlenden Laufkilometern in der Vorbereitung bedingt durch meine Sprunggelenkverletzung und die daraus entstandenen Probleme mit der Achillessehne Tribut zollen.

In der Gesamtzeit von 14:38:38 Stunden beendete ich den IRONMAN KÄRNTEN in Klagenfurt und erreichte den Gesamtplatz 1639 und Platz 155 in der Altersklasse M 45.

Besonders zu erwähnen in KLAGENFURT ist der Zieleinlauf - vorbei an vollbesetzten Tribünen mit Zuschauern - die bis Mitternacht ausharren und warten bis der letzte Triathlet das Ziel erreicht hat. Der IRONMAN in KLAGENFURT wird mir trotz meiner Probleme immer in guter Erinnerung bleiben - NETTE LEUTE - GASTFREUNDLICH - WUNDERSCHÖNE LANDSCHAFT !!! Ein schönes Fleckchen Erde um einfach auch mal “nur” die Ferien oder den Urlaub dort zuverbringen!

 

 

IRONMAN SWITZERLAND 2003 - ZÜRICH - 27. Juli 2003

Mein 5. IRONMAN !

Sonntag morgen um 7.00 Uhr waren 1.200 Triathlet/innen aus 37 Nationen ( war ein neuer Teilnahmerekord in Zürich ) am Start in Zürich. Es war mein 3. Beachstart beim IRONMAN - wie immer ein unglaubliches und tolles Erlebnis. 3,8 KM Schwimmen ( 2 Runden ohne Landgang ) im ZÜRICH-SEE, in ruhigem Wasser lagen vor mir. Es lief gut und nach 1:40:07 Stunden erreichte ich den Schwimmausstieg an der LANDIWIESE und wechselte dort recht zügig auf das Bike.

Nun waren 3 Runden a 60 KM zufahren. Die ersten 20 KM entlang des Zürich-Sees waren flach und dann ging es 13 KM bergig sowie wellig mehr rauf als runter, bevor es in zum Teil rasanten Abfahrten ( bis zu 80 KM/Std. ) wieder am Start/Zielbereich vorbei zum HEARTBREAK-HILL ging. Ein kurzer knackiger Anstieg von 1 KM mit bis zu 18% Steigung - ein Berg wie ich ihn gerne mag. Dort war bei jeder Runde “ Tour de France-Stimmung “ mit tollen Zuschauern, die jeden Teilnehmer - egal ob Profi oder Age-Grouper - regelrecht den Berg hinauftrieben. Auf den ersten 80 KM beim Bike lief es gut bei mir, doch dann bekam ich Rückenprobleme, die trotz Dehnübungen und verändern der Sitzposition nie ganz vorbei waren. Vielleicht sollte ich noch eine weitere Sitzplatz-Optimierung durchführen. Nach 7:10:21 Stunden auf dem Rad war ich wieder in der Wechselzone.

Die letzte Etappe - der Marathon - bestand aus 3 Runden a 14 KM. Trotz weiter anhaltenden Rückenschmerzen lief ich - mit einigen Gehpausen und Dehnübungen - die 42,195 KM in der Zeit von 5:44:17 Stunden und finishte in der Gesamtzeit von 14:43:36 Stunden. Ich belegte den Gesamtplatz 889 und Platz 69 in meiner Altersklasse M 45. An der Ziellinie warteten im Regen - der kurz nach Beginn meines Marathons einsetzte - meine MUTTER und meine SCHWEIZER FREUNDE Thomas Gloor und Tom Läubli. Nun kam die bei meinen Freunden übliche Sektdusche - entweder für das 1. Finish in Zürich oder für die HAWAII-Quali !!! Jetzt weiß ich auch wie sich die Formel-1 Rennfahrer bei der Siegerehrung fühlen!

Es war ein toller Tag. Auch für meine Mutter, die auch einmal einen IRONMAN von mir LIVE erleben wollte. Besonders zu erwähnen ist auf jeden Fall noch die Gastfreundschaft von Thomas Gloor und seinem Vater Willy aus Unterkulm, bei denen meine Mutter und ich 1 Woche wohnten.

Die gesamte Triathlon-Veranstaltung mit 1.200 Startern beim IRONMAN am Sonntag und den diversen Rennen am Vortag mit rund 4.000 Triathlet/innen von den IRON-KIDS bis zu den älteren Teilnehmern über diverse Sprint- und Kurzdistanzen mit vielen tollen Zuschauern an der Strecke und im Zielbereich kann ich nur weiterempfehlen und werde vielleicht nächstes Jahr wiederkommen - diesmal als Zuschauer!