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Eine Mountainbike Tour der besonderen Art - Erlebnis Ruhrtal Radweg !

Die Ruhr von der Quelle - Winterberg / Sauerland - bis zur Mündung in den Rhein in Duisburg-Ruhrort !

281 KM mit dem Mountainbike in 2 Tagen - Meine Tour de Ruhr !

Nach Beendigung der Triathlon Saison 2007 wollte ich mir mal was anderes und ein besonderes Highlight gönnen, mit dem Mountainbike auf dem Ruhrtal Radweg 230 KM, weitgehend abseits des Strassenverkehrs und viel Natur pur zum geniessen! Bevor ich mit meinem Erlebnisbericht zu meiner - Tour de Ruhr - beginne, ein paar Infos und Karten zum - im Frühjahr 2006 eröffneten - Ruhrtal Radweg :

Länge: 230 KM - Höhenprofil : Ruhrquelle 674 m und Ruhrmündung 17 m

Wegcharakteristik: überwiegend flussbegleitender Radweg, ca. 1/3 der Wegführung verläuft direkt am Wasser Wegebeschaffenheit : 50 % ausgebaute Radwege abseits von Strassen, 30 % Wirtschaftswege und wenig befahrene Wohnstrassen, 15 % an Hauptverkehrsstrassen, aber meist auf baulich getrennten Radwegen

1. Tag - Montag - 17. September 2007:

Anreise mit der Bahn nach Winterberg im Hochsauerland :Um 7:24 Uhr ging es zunächst mit der S-Bahn ab Gevelsberg-Kipp nach Dortmund-Hauptbahnhof und von dort dann weiter mit dem Regional-Express nach Winterberg. Gegen 10:30 Uhr kam ich in Winterberg , dem Wintersportort in Nordrhein-Westfalen an. Bei Winterberg liegt auch der höchste Punkt von NRW - der Kahle Asten mit 842 m!

Mein Ziel für den ersten Tag war die Stadt Wetter, denn von dort an der Ruhrbrücke ist es nur 13 KM bis zur mir nach Hause in Gevelsberg und ich konnte so eine Übernachtung in einem Hotel oder einer Pension in der Nähe der Strecke sparen! Laut Streckenplan sind es 127 KM von Winterberg nach Wetter. Also mehr als die Hälfte des Ruhrtal Radweges. In meinem Rucksack hatte ich Essen + Trinken sowie trockene Sachen zum wechseln dabei. Kurz zum Wetter : überwiegend sonnig, trocken und um die 19 Grad Celsius im Laufe des Nachmittags.Vom Bahnhof ging es zunächst zur 3 KM entfernten Ruhrquelle. Wenn man dort das schmale, nur ein paar Zentimeter breite Rinnsal sieht kann man sich echt nicht vorstellen, dass daraus ein Fluss entsteht ! Danach ging es überwiegend bergab auf Wald- und Schotterwegen Richtung Olsberg. Speziell in diesem Bereich sind einige zum Teil schnelle Abfahrten und kurze, jedoch mit 15 bis 18 % Steigung versehene Bergauffahrten. Von Olsberg fuhr ich weiter über Bestwig, Meschede, Oeventrop nach Arnsberg. Auf diesem Streckenteil habe ich einige zusätzliche Varianten gefahren. Ab Arnsberg ging die Fahrt weiter über Hüsten, Neheim, Wickede nach Fröndenberg. Da habe ich dann die - einzigste ! - Pause an diesem Tag gemacht und noch mal reichlich getrunken sowie 1 Mars + 2 Bananen gegessen. Ab Fröndenberg folgte dann der letzte Tagesabschnitt, der überwiegend direkt an der Ruhr vorbeiführte - mit reichlich Gegenwind versehen ! - über Schwerte, entlang des Hengsteysees, Herdecke und vorbei am Harkortsees bis nach Wetter zur Ruhrbrücke. Dort endete der 1. Tag meiner Fahrt auf dem Weg der Ruhr zum Rhein. Jetzt - nur - noch nach Hause. Aber gleich ab der Ruhrbrücke stand dann die über 1 KM lange Steigung - 15 % - nach Volmarstein noch vor mir und trotz der kleinen Mountainbike-Übersetzung fiel mir der Tritt bergauf doch ziemlich schwer! Jeder Berg geht zum Glück ja irgendwann vorbei und ab Gevelsberg-Silschede konnte ich das Rad auf der Strasse über die Autobahnbrücke der A 1 bis zur Bundesstrasse B 7 rollen lassen! Nun noch 4 KM und dann war der 1. Tag vorbei!

Mein Tagesfazit:

Tolle Strecke mit Superwetter ! Ungewohnt und völlig neu war jedoch für mich die - lange - Fahrt mit dem Mountainbike über insgesamt 170,3 KM mit einer Fahrzeit von 8:22 Stunden, was einem Schnitt von 20,3 KM / h entspricht. Schneller als ich vorher gedacht hatte - geplanter Schnitt war 18,5 KM / h ! Aber dafür musste ich auch ganz schön in die Pedalen treten, denn auf Grund der breiten Profilreifen ist der Rollwiderstand ganz anders als mit dem Rennrad auf der Strasse und ausserdem besteht ein Grossteil des Radweges aus schmalen Wegen, wo auch noch Inline-Skater und Spaziergänger unterwegs sind. An Tag 2 geht es dann wieder von zu Hause nach Wetter / Ruhrbrücke und auf den zweiten Abschnitt des Ruhrtal Radweges bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein bei Duisburg.

 

2. Tag - Donnerstag - 20. September 2007:

Aus meinem Ziel, den Ruhrtal Radweg in 2 aufeinander folgenden Tagen mit dem Mountainbike zufahren, wurde leider nichts, denn Petrus hat nicht mit gespielt! Schon am Montag abend, kurz nach meinem Eintreffen zu Hause fing es an zu regnen, die Nacht hindurch und auch am Dienstag war bis nach Mittag Dauerregen angesagt! So beschloss ich, den 2. Tag meiner Tour de Ruhr auf Donnerstag zu verschieben, denn gestern, am Mittwoch hatte ich ja Geburtstag !

Gegen 9:30 Uhr - Wetter trocken und 10 Grad Celsius - machte ich mich wieder auf den Weg nach Wetter zur Ruhrbrücke, wo ich am Montag abend meine - Tour de Ruhr - unterbrochen hatte. Von Wetter führte mein Weg zunächst über Witten zum Kemnadersee - der zur Naherholung für Radler, Inliner, Spaziergänger - ideal ist. Deshalb war die Entscheidung meine Mountainbiketour in der Woche zu fahren richtig, denn an schönen Wochenenden ist es dort einfach zu voll. Vorbei am Kemnadersee fuhr ich weiter über Bochum nach Hattingen. Speziell auf diesem Streckenteil konnte man noch erahnen, wie es dort im August beim Hochwasser an der Ruhr ausgesehen hat, denn es waren da einige Passagen des Radweges nicht befahrbar! Zum Glück gibt es aber fast überall entlang des Ruhrtal Radweges für die Radler Alternativen, um solche Probleme zu umfahren oder auch um Abstecher zu entsprechenden Sehenswürdigkeiten zu machen. Nun ging es weiter nach Essen und entlang des Baldeneysees, der auch zur Naherholung, vor allen für die Leute aus dem Ruhrgebiet förmlich einlädt. Doch im Gegensatz zum Kemnadersee, sind dort die Wege wesentlich breiter und sie können auch mit dem Rennrad befahren werden, was über den grössten Teil des Ruhrtal Radweges nicht möglich ist, es sei denn man fährt mit einem Querfeldein-Rad mit entsprechender Bereifung! Über Werden und Kettwig führte mein Weg weiter Richtung Mülheim. Wobei ich für diesen Teil negativ anmerken muss, das dort die Beschilderung doch zum Teil zu wünschen übrig lässt und was Essen-Werden betrifft, Strassen mit viel Autoverkehr und zahlreichen Ampeln zu passieren sind! Jetzt folgte der letzte Abschnitt von Mülheim, Oberhausen nach Duisburg, dem Ziel meiner Tour de Ruhr. In Duisburg-Ruhrort mündet die Ruhr in den Rhein, direkt neben dem grössten Binnenhafen der Welt! Ist schon einfach geil und gigantisch!!!

Nachdem ich auch das Ziel meiner Reise genossen hatte, fuhr ich zum Hauptbahnhof nach Duisburg und von da ging es über Düsseldorf Hbf zurück nach Gevelsberg-Kipp, dem Ausgangspunkt meiner Tour am Montag! Müde, aber glücklich kam ich nach insgesamt - 281,6 KM und 13:52 Stunden Gesamtfahrzeit - wieder zu Hause an! Mein Schnitt betrug für beide Tage 20,3 KM / h, aber das war nicht so wichtig!

Gesamtfazit der Tour:

Es hat mir viel Spass gemacht, mal was anderes zu machen, als Wettkämpfe oder Training mit dem Rennrad auf der Strasse! Das Wetter war gut - trocken und kein Regen - und ich hatte keine Panne. Nur einige Passagen sind halt - wie schon erwähnt - schlecht oder unzureichend ausgeschildert! Ich kann den Ruhrtal Radweg nur weiter empfehlen, speziell für die vielen Freizeitradler, die sich dafür auch mehr als 2 Tage Zeit lassen und unterwegs übernachten sowie an vielen Orten unterwegs Kultur, Natur, Fahrten mit der Ruhrtalbahn, Fahrgastschiffen und und ... geniessen !!! Eine Wiederholung von meiner Seite ist nicht ausgeschlossen, egal ob ich nur einzelne Abschnitte fahre oder den gesamten Ruhrtal Radweg in die andere Richtung, von Duisburg nach Winterberg!

Ausführliche Infos für Interessierte unter    www.ruhrtalradweg.de

Wenn Trias sagen, sie machen Pause - na dann fahren sie solche Sachen oder ähnliches ! Aber war echt geil !!!

 

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